Am dritten Sonntag im Juni findet wieder der Lebendige Neckar statt. Der Einsatz dort ist schon seit Jahren ein wichtiger Bestandteil unseres Jahreskalenders. Kinder können Armreife basteln, Schätze suchen oder sich in der Hüpfburg austoben. Während dessen kommen wir mit den Eltern ins Gespräch, die davor noch nichts von unserer Arbeit gehört hatten. Für die frischen Crêpes waren die
Leute bereit bis zu 30 Minuten (teilweise sogar im Regen) zu warten. Eine halbe Stunde, in der sich der eine oder andere dafür begeistern ließ, sich auch für die Kinder einzusetzen.
An dieser Stelle brauchen wir dringend Unterstützung von euch. Haltet euch doch bitte den dritten Sonntag im Juni frei und helft uns Spiel- und Bastelangebote zu betreuen, Crêpes zu backen…oder seid einfach nur dabei und kommt mit anderen Menschen ins Gespräch. Meldet euch möglichst bald unter david.biere@kinderreich-ev.de oder rene.richter@kinderreich-ev.de, damit wir mit euch planen können. Unter http://www.doodle.com/88sb9ph26gmrqurz besteht die Möglichkeit, sich direkt für eine Schicht einzutragen.
Im letzten Rundbrief war es noch ein vorsichtig geäußertes Vorhaben, was jetzt bereits in konkreter Planung ist. Nachdem (vor allem) Rene und Katharina monatelang das Konzept für ein Familienzentrum in mehreren Gremien, Ausschüssen und Bammentaler Fraktionen vorgestellt haben und damit meist „offene Türen eingerannt“ sind, hat sich in den letzten Wochen eine konkrete Möglichkeit aufgetan, die Idee des Familienzentrums tatsächlich umzusetzen.
Die Gemeinde Bammental muss ab dem Schuljahr 2013/14 vierzig Kleinkinderbetreuungsplätze schaffen. Dazu war zunächst als einzige Möglichkeit ein Neubau angedacht. Am Donnerstag, den 19. April hat der Bammentaler Gemeinderat aber einstimmig beschlossen, parallel dazu einen weiteren Vorschlag als „realistische Alternative“ zu verfolgen. Dabei handelt es sich um das Konzept des Kinderreich e.V., ein
Familienzentrum mit eingebundener Kleinkinderbetreuung aufzubauen. Dieses Familienzentrum soll den Rahmen für Angebote für alle Generationen bieten. Für die Kinder das Kita-Angebot, für die Eltern Seminare und Beratung in herausfordernden Lebenslagen, und die Senioren finden ihren Platz z.B. als „ehrenamtliche Großeltern“. Ein Café bietet Raum für offene generationenübergreifende Treffs. An späten Nachmittagen und Abenden können die Türen beispielsweise für ältere Kinder und Teenager geöffnet werden und an den Wochenenden stehen die Räumlichkeiten für Aktionen, Seminare und andere Gruppen zur Verfügung. Wir haben deutlich gemacht, dass wir kein Interesse daran haben, lediglich eine Kleinkinderbetreuung anzubieten, dass aber diese Betreuungsplätze im Rahmen des Gesamtkonzepts geschaffen werden. Die konkreten Planungen bestehen jetzt darin, einen Businessplan zu erstellen, in dem wir
durchrechnen, wie viel Geld benötigt wird, um das Vorhaben umzusetzen. Dazu gehört auch die Frage, welche Räumlichkeiten wir nutzen können und welche Kosten dafür entstehen sowie viele Fragen mehr. Noch vor den Sommerferien, wenn wir konkrete Zahlen vorlegen können, wird der Bammentaler Gemeinderat seine Entscheidung treffen, und wir sind gespannt, wie diese ausfallen wird.
Während der letzten Wochen war es beeindruckend, zu sehen, bei wie vielen diese Idee doch Anklang findet und von wie vielen Menschen wir wohlwollende Hilfe und Unterstützung angeboten bekommen, bei denen wir es in dieser Form zwar gehofft, aber nicht erwartet hätten.
„In den Ampelfarben steckt ein gesundes und ausgewogenes Essen“, bringt die Ernährungsberaterin Heike Domke den Schulkindern bei. Teilweise kommen die Kinder aber ohne Frühstück in die Schule und kaufen sich dann von ihrem Pausenfrühstücksgeld lieber blaue Zuckerwatte und andere Süßigkeiten. Das macht die Ernährungsberaterin traurig. Deshalb war sie hoch erfreut, als sie von dem Projekt „Gesundes Pausenfrühstück“ hörte, welches das Kinderreich noch vor den Sommerferien startet.
Dass Kinder in Kindergärten und Schulen ein „gesundes Pausenfrühstück“ brauchen, ist keine neue Erkenntnis, aber leider sind wir weit davon entfernt, dass jedes Kind ein solches bekommt.
Es fehlt meistens an Menschen, die die Initiative ergreifen und sich regelmäßig darum kümmern, sowie ganz banal am Geld.
Das Kinderreich ergreift die Initiative für ein gesundes Pausenfrühstück an der Robert- Koch-Schule in Kirchheim und an der Friedrich-Ebert-Grundschule in der Altstadt. Die Lehrerkollegien waren von der Idee angetan und haben bereitwillig ihre Unterstützung angeboten, ohne die das Vorhaben ohnehin zum Scheitern verurteilt wäre.
Für die mittelfristige Durchführung des Projekts konnten wir Frau Tövs gewinnen und sie im Rahmen der vom EFS geförderten Bürgerarbeit anstellen.
Der Testlauf wird nach den Pfingstferien beginnen und mit den
Sommerferien enden. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir auch in den kommenden Schuljahren den Kindern an diesen Schulen ein gesundes Pausenfrühstück ermöglichen können.
Die anfängliche Finanzierung wurde erst einmal durch eine großzügige Spende der Elektro- Innung Mannheim sichergestellt, die durch den Verkauf von „Dubbeglässer“ auf dem Mannheimer Maimarkt insgesamt 1000 Euro eingenommen hat. Die Initiative „Wir helfen Kindern e.V.“ der Alexander Bürkle-Gruppe gab nochmals denselben Betrag hinzu. Eine weitere Spende, welche die Ausgaben für das gesunde Pausenfrühstück für das gesamte nächste Schuljahr decken wird, steht auch schon in Aussicht.
Am 23.02.2012 hat die RNZ über einen geleungenen Aktionstag im Kinderreich berichtet.





